Google Search Console: Auswertung mit steigender Kurve für Klicks, Sichtbarkeit und Anfragen

Einrichtung

Property-Typen

Typ Umfang Bestätigung
Domain-Property alle Protokolle und Subdomains, etwa http, https, www, ohne www nur per DNS-Eintrag
URL-Präfix-Property genau eine Variante, etwa https://www.example.de/ Datei, Meta-Tag, Analytics, Tag Manager oder DNS

Die Domain-Property ist die beste Wahl, weil sie alles abdeckt. Zusätzliche URL-Präfix-Properties für einzelne Verzeichnisse können sinnvoll sein, etwa für Länderversionen oder große Bereiche, weil sich Daten dann getrennt auswerten lassen.

Nutzer und Berechtigungen

Die Search Console unterscheidet Inhaber, uneingeschränkte und eingeschränkte Nutzer. Agenturen und Dienstleister sollten eigene Zugänge erhalten, nicht die Zugangsdaten des Inhabers.

Der Leistungsbericht

Der wichtigste Bericht zeigt, wie die Website in der Google-Suche abschneidet:

  • Klicks: Wie oft wurde auf ein Ergebnis der Website geklickt?
  • Impressionen: Wie oft wurde ein Ergebnis angezeigt?
  • Durchschnittliche Klickrate: Klicks geteilt durch Impressionen.
  • Durchschnittliche Position: die mittlere Platzierung der obersten Ergebnisse der Website.

Diese Werte lassen sich aufschlüsseln nach Suchanfragen, Seiten, Ländern, Geräten, Darstellung in der Suche und Datum. Daten stehen für die letzten 16 Monate zur Verfügung.

Die aussagekräftigsten Auswertungen: - Seiten mit vielen Impressionen und niedriger Klickrate: Title und Beschreibung verbessern. - Suchanfragen auf Positionen 5 bis 20: Seiten mit Potenzial für die erste Seite. - Vergleich zweier Zeiträume: Welche Seiten und Anfragen haben gewonnen oder verloren? - Filter nach Gerät: Unterschiede zwischen Mobil und Desktop.

Filter mit regulären Ausdrücken

Suchanfragen und Seiten lassen sich mit regulären Ausdrücken filtern, etwa alle Fragen mit ^(wie|was|warum|wann) oder alle Anfragen mit dem Markennamen. Das macht die Auswertung deutlich genauer.

Einschränkungen

  • Sehr seltene Suchanfragen werden aus Datenschutzgründen nicht einzeln angezeigt. Die Summe der Klicks über alle angezeigten Anfragen ist deshalb oft kleiner als die Gesamtzahl.
  • Die Oberfläche zeigt höchstens 1.000 Zeilen. Für mehr Daten gibt es die Programmierschnittstelle oder den Export in BigQuery.
  • Die durchschnittliche Position ist ein Mittelwert und kann bei stark schwankenden Rankings irreführend sein.

Seitenindexierung

Der Bericht zeigt, wie viele Seiten indexiert sind und warum andere nicht indexiert wurden. Häufige Gründe:

Status Bedeutung Handlungsbedarf
Durch „noindex"-Tag ausgeschlossen bewusst oder versehentlich ausgeschlossen prüfen, ob gewollt
Seite mit Weiterleitung URL leitet weiter normal
Nicht gefunden (404) Seite existiert nicht nur bei wichtigen Seiten mit Links oder Besuchern
Alternative Seite mit richtigem kanonischen Tag Duplikat mit korrektem Canonical normal
Duplikat, Google hat eine andere Seite als kanonisch bestimmt Google ignoriert das gesetzte Canonical prüfen
Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert Google hat die Seite gesehen, aber nicht aufgenommen Qualität und Einzigartigkeit prüfen
Gefunden, zurzeit nicht indexiert Google kennt die URL, hat sie aber noch nicht gecrawlt Crawlbudget, interne Verlinkung prüfen
Durch robots.txt blockiert Crawling verhindert prüfen, ob gewollt

Mehr zu den Hintergründen im Beitrag zur Indexierung.

URL-Prüfung

Das Prüftool zeigt für eine einzelne URL:

  • ob sie indexiert ist
  • welche kanonische URL Google gewählt hat
  • wann sie zuletzt gecrawlt wurde
  • ob sie mobil nutzbar ist und welche strukturierten Daten erkannt wurden
  • mit „Live-URL testen", wie Google die Seite aktuell sieht, einschließlich des gerenderten HTML und eines Screenshots

Über „Indexierung beantragen" lässt sich eine neue oder geänderte Seite zur schnelleren Verarbeitung vormerken. Das ist für einzelne wichtige Seiten sinnvoll, ersetzt aber keine gute interne Verlinkung und Sitemap.

Sitemaps

Hier werden XML-Sitemaps eingereicht und ihr Status angezeigt. Wichtig ist, ob Google die Sitemap lesen kann und wie viele der enthaltenen URLs entdeckt wurden. Mehr im Beitrag zur XML-Sitemap.

Nutzerfreundlichkeit und Core Web Vitals

Der Bericht zu den Core Web Vitals zeigt auf Basis echter Nutzerdaten aus dem Chrome User Experience Report, welche URLs gute, verbesserungswürdige oder schlechte Werte haben, getrennt nach Mobil und Desktop. Mehr im Beitrag zu den Core Web Vitals.

Weitere wichtige Berichte

  • Links: externe und interne Links, meistverlinkte Seiten, verlinkende Websites, Ankertexte
  • Manuelle Maßnahmen: ob ein Mitarbeiter von Google eine Maßnahme gegen die Website verhängt hat, siehe manuelle Maßnahmen
  • Sicherheitsprobleme: gehackte Inhalte, Schadsoftware, Phishing
  • Verbesserungen: Berichte zu strukturierten Daten wie Produkt-Snippets, Händlereinträge, Breadcrumbs, FAQ und anderen
  • Crawling-Statistiken: in den Einstellungen, wie oft und wie schnell Google die Website crawlt, mit Antwortzeiten und Statuscodes
  • Entfernen: vorübergehendes Ausblenden von URLs aus den Suchergebnissen

Die Search Console im Alltag

Rhythmus Aufgabe
Wöchentlich Leistung grob prüfen, E-Mail-Benachrichtigungen lesen
Monatlich Leistung nach Seiten und Anfragen auswerten, Indexierung prüfen
Nach Änderungen URL-Prüfung, Sitemap, Indexierung neuer Bereiche
Nach Updates Vergleich der Zeiträume vor und nach dem Update
Jährlich Daten exportieren und archivieren, weil nur 16 Monate verfügbar sind

Daten sichern: Die Search Console speichert Leistungsdaten nur 16 Monate. Wer längere Vergleiche braucht, sollte Daten regelmäßig exportieren, über Looker Studio verbinden oder den Export in BigQuery einrichten. Siehe Looker Studio.

Kurz beantwortet

Warum stimmen Klicks in der Search Console und Besuche in Analytics nicht überein?

Die Werkzeuge messen unterschiedlich. Die Search Console zählt Klicks in der Suche, Analytics zählt Besuche auf der Website, abhängig von Einwilligungen, Tracking und Definitionen. Abweichungen sind normal.

Wie schnell werden Daten aktualisiert?

Leistungsdaten erscheinen in der Regel mit einer Verzögerung von ein bis zwei Tagen. Google hat zusätzlich eine Ansicht für die letzten 24 Stunden eingeführt.

Brauche ich die Search Console, wenn ich ein professionelles SEO-Tool habe?

Ja. Kein anderes Werkzeug hat Zugriff auf die tatsächlichen Klicks, Impressionen und Indexierungsdaten von Google.

Mehmet Oruc

Inhaber von SEOKönig · Ihr Personal SEO · Suchmaschinenoptimierung seit 30 Jahren

Informatikstudium, eigene Webkataloge und Suchmaschinen programmiert und verkauft, später Branchenportale, Onlineshops und rund 1.000 Webinstallationen für Kunden umgesetzt. Seit zwei Jahren arbeitet er intensiv mit KI-Systemen. Sein Schwerpunkt: komplexe Websites, die in vielen Städten und Themenfeldern gleichzeitig ranken müssen. Jeder Ratgeber entsteht aus dieser Projektpraxis und wird überarbeitet, sobald sich die Suchsysteme ändern.

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